Themenpool für Glaubensimpulse

Hier findest du Bibelstellen und Gedanken, die vielleicht zu deiner Station passen oder die du aus anderen Gründen gut findest. Nutze diese Materialsammlung für deine Station. Auf dem Anmeldezettel kannst du einfach die jeweilige Nummer eintragen, dann kommt genau der Text dieser Station auf deinen Stationszettel.

[Nr. 1] Der Mensch im Paradies

1. Mose 2, 4-25

4 Dies ist der Bericht von der Schöpfung des Himmels und der Erde. Als Gott, der Herr, den Himmel und die Erde erschaffen hatte, 5 wuchsen noch keine Pflanzen und Sträucher auf der Erde, denn Gott der Herr hatte es noch nicht regnen lassen. Und es gab noch keine Menschen, um den Boden zu bebauen. 6 Doch Nebel stieg aus dem Erdboden auf und bewässerte das Land. 7 Da formte Gott, der Herr, aus der Erde den Menschen und blies ihm den Atem des Lebens in die Nase. So wurde der Mensch lebendig. 8 Dann pflanzte Gott, der Herr, einen Garten in Eden, im Osten gelegen. Dort hinein brachte er den Menschen, den er erschaffen hatte. 9 Und Gott, der Herr, ließ alle Arten von Bäumen in dem Garten wachsen - schöne Bäume, die köstliche Früchte trugen. In der Mitte des Gartens wuchsen der Baum des Lebens und der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse. 10 Ein Fluss entsprang in Eden, der den Garten bewässerte und sich dann in vier Arme teilte. 11 Einer dieser Arme heißt Pischon, der um das Land Hawila fließt, wo Gold zu finden ist. 12 Das Gold jenes Landes ist außergewöhnlich rein; dort findet man auch Bedolachharz und den Edelstein Schoham. 13 Der zweite Arm heißt Gihon, der um das Land Kusch fließt. 14 Der dritte Arm ist der Tigris, der östlich von Assyrien fließt. Der vierte Arm heißt Euphrat. 15 Gott, der Herr, brachte den Menschen in den Garten Eden. Er sollte ihn bebauen und bewahren. 16 Er befahl dem Menschen jedoch: »Du darfst jede beliebige Frucht im Garten essen, 17 abgesehen von den Früchten vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen. Wenn du die Früchte von diesem Baum isst, musst du auf jeden Fall sterben.« 18 Dann sprach Gott, der Herr: »Es ist nicht gut für den Menschen allein zu sein. Ich will ihm ein Wesen schaffen, das zu ihm passt.« 19 Und Gott, der Herr, formte aus Erde alle Arten von Tieren und Vögeln. Er brachte sie zu Adam[1], um zu sehen, welche Namen er ihnen geben würde. Und Adam wählte für jedes Tier einen Namen. 20 Er gab allem Vieh, den Vögeln und den wilden Tieren Namen. Doch er fand niemanden unter ihnen, der zu ihm passte. 21 Da ließ Gott, der Herr, Adam in einen tiefen Schlaf versinken. Er entnahm ihm eine seiner Rippen und schloss die Stelle wieder mit Fleisch. 22 Dann formte Gott, der Herr, eine Frau aus der Rippe, die er Adam entnommen hatte, und brachte sie zu ihm. 23 »Endlich!«, rief Adam aus. »Sie ist ein Teil von meinem Fleisch und Blut! Sie soll `Männin´ heißen, denn sie wurde vom Mann genommen.« 24 Das erklärt, warum ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlässt und sich an seine Frau bindet und die beiden zu einer Einheit werden. 25 Adam und seine Frau waren beide nackt, aber sie schämten sich nicht.

Gedanken

Gott gibt dem Menschen das Paradies um darin zu leben. Im Paradies gibt es keinen Streit, kein Unrecht, keine Sorgen, kein Wissen um Gut und Böse. Es ist im Prinzip die perfekte Dorfgemeinschaft.

[Nr. 2] Die Tempelreinigung

Matthäus 21,12-17

12 Jesus ging in den Tempel und trieb alle Händler und Käufer hinaus. Er stieß die Tische der Geldwechsler und die Stände der Taubenverkäufer um. 13 Dazu sagte er ihnen: »In den Heiligen Schriften steht, dass Gott erklärt hat: ›Mein Tempel soll eine Stätte sein, an der die Menschen zu mir beten können!‹ Ihr aber macht eine Räuberhöhle daraus!«[3] 14 Dann kamen dort im Tempel Blinde und Gelähmte zu ihm, und er machte sie gesund. 15 Die führenden Priester und die Gesetzeslehrer sahen die Wunder, die Jesus tat, und sie hörten, wie die Kinder im Tempel laut riefen: »Gepriesen sei der Sohn Davids!«[4] Da wurden sie wütend 16 und fragten Jesus: »Hörst du, was die da rufen?« Jesus sagte zu ihnen: »Gewiss! Habt ihr denn nie gelesen, was in den Heiligen Schriften steht: ›Du, Gott, sorgst dafür, dass die Unmündigen und die kleinen Kinder dich preisen‹?«[5] 17 Damit ließ er sie stehen, ging aus der Stadt hinaus und übernachtete in Betanien.

Gedanken

Der Tempel soll ein Bethaus sein. Ein Ort um Gott nahe zu sein. Profit und Geldgier der Welt gehören nicht in den Tempel Gottes. Der Tempel (heute die Kirche) ist Ort des Gebets und der Begegnung.

Wie können wir unseren Tempel/Kirche zu einem Haus Gottes machen? Wie können wir unsere Kirche mitten ins Dorf und unser Zusammenleben stellen?

[Nr. 3] Berufung des Simon Petrus

Matthäus 16, 13-18

13 Als Jesus in die Gegend der Stadt Cäsarea Philippi kam,[6] fragte er seine Jünger: »Für wen halten die Leute den Menschensohn?« 14 Die Jünger gaben zur Antwort: »Die einen halten dich für den wieder auferstandenen Täufer Johannes, andere halten dich für den wiedergekommenen Elija, und wieder andere meinen, du seist Jeremia oder sonst einer von den alten Propheten.« 15 »Und ihr«, wollte Jesus wissen, »für wen haltet ihr mich?« 16 Da sagte Simon Petrus: »Du bist Christus, der versprochene Retter,[7] der Sohn des lebendigen Gottes!« 17 Darauf sagte Jesus zu ihm: »Du darfst dich freuen, Simon, Sohn von Johannes,[8] denn diese Erkenntnis hast du nicht aus dir selbst; mein Vater im Himmel hat sie dir gegeben. 18 Darum sage ich dir: Du bist Petrus; und auf diesem Felsen werde ich meine Gemeinde bauen! Nicht einmal die Macht des Todes[9] wird sie vernichten können. 19 Ich werde dir die Schlüssel zu Gottes neuer Welt[10] geben. Was du hier auf der Erde für verbindlich erklären wirst, das wird auch vor Gott verbindlich sein; und was du hier für nicht verbindlich erklären wirst, das wird auch vor Gott nicht verbindlich sein.«[11] 20 Dann schärfte Jesus den Jüngern ein: »Sagt niemand, dass ich der versprochene Retter[12] bin!«

Gedanken

Petrus ist der Fels auf den Gott seine Gemeinde bauen möchte da er der erste war, der sich klar zu Jesus bekannt hat. Dieses Bekenntnis von Petrus zu Jesus ist die Grundlage jeder christlichen Gemeinde. Auch die Kirchengemeinden in Eschenbach und Heiningen wurden einmal gegründet. Und auch die Fusion der Kirchengemeinden zu einer Gemeinde baut auf dem Bekenntnis zu Jesus Christus.

[Nr.4] Der Kämmerer aus Äthiopien

Apostelgeschichte, 8,26-40

26 Der Engel des Herrn aber sagte zu Philippus: »Mach dich auf den Weg und geh nach Süden, zu der Straße, die von Jerusalem nach Gaza hinabführt!« Diese Straße wird kaum von jemand benutzt.[5] 27 Philippus machte sich auf den Weg und ging dorthin. Da kam in seinem Reisewagen ein Äthiopier gefahren. Es war ein hoch gestellter Mann, der Finanzverwalter der äthiopischen Königin, die den Titel Kandake führt, ein Eunuch.[6] Er war in Jerusalem gewesen, um den Gott Israels anzubeten.[7] 28 Jetzt befand er sich auf der Rückreise. Er saß in seinem Wagen und las im Buch des Propheten Jesaja. 29 Der Geist Gottes sagte zu Philippus: »Lauf hin und folge diesem Wagen!« 30 Philippus lief hin und hörte, wie der Mann laut aus dem Buch des Propheten Jesaja las. Er fragte ihn: »Verstehst du denn, was du da liest?« 31 Der Äthiopier sagte: »Wie kann ich es verstehen, wenn mir niemand hilft!« Und er forderte Philippus auf, zu ihm in den Wagen zu steigen. 32 Die Stelle, die er gerade gelesen hatte, lautete: »Wie ein Lamm, wenn es zum Schlachten geführt wird, wie ein Schaf, wenn es geschoren wird, so duldete er alles schweigend, ohne zu klagen. 33 Er wurde aufs tiefste erniedrigt; aber mitten in seiner Erniedrigung wurde das Urteil gegen ihn aufgehoben. Wer wird je seine Nachkommen zählen können? Denn von der Erde weg wurde sein Leben emporgehoben.« 34 Der Mann aus Äthiopien fragte: »Bitte, sag mir doch: Um wen geht es hier eigentlich? Meint der Prophet sich selbst oder einen anderen?« 35 Da ergriff Philippus die Gelegenheit und verkündete ihm, von dem Prophetenwort ausgehend, die Gute Nachricht von Jesus. 36 Unterwegs kamen sie an einer Wasserstelle vorbei, und der Äthiopier sagte: »Hier gibt es Wasser! Spricht etwas dagegen, dass ich getauft werde?«[8] 38 Er ließ den Wagen anhalten. Die beiden stiegen ins Wasser hinab, Philippus und der Äthiopier, und Philippus taufte ihn.[9] 39 Als sie aus dem Wasser herausstiegen, wurde Philippus vom Geist des Herrn gepackt und weggeführt, und der Äthiopier sah ihn nicht mehr. Von Freude erfüllt setzte er seine Reise fort. 40 Philippus tauchte danach in Aschdod auf. Von dort zog er nach Cäsarea und verkündete unterwegs in allen Städten, durch die er kam, die Gute Nachricht.

Gedanken

Das Lesen der Bibel in Gemeinschaft fördert auch die Gemeinschaft mit Gott und das Verständnis. Die Taufe ist das Bekenntnis von Gott zu uns. Er möchte mit uns Gemeinschaft haben. Die Kirche bleibt aber nicht nur im Dorf, sondern sie geht in die weite Welt hinaus. Wie der Kämmerer sollen auch wir unseren Glauben in die Welt hinaustragen und andere Leute anstecken, dasselbe zu tun. So gibt es viele Werke (wie zum Beispiel den CVJM Weltdienst), die sich genau dies zur Aufgabe gemacht haben und mit ihren Einsätzen weltweit aktiv das Evangelium weitertragen.

[Nr. 5] Wo zwei oder drei in meinem Namen,…

Matthäus 18, 20

15 Sündigt aber dein Bruder, so geh hin und weise ihn zurecht zwischen dir und ihm allein. Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder gewonnen. 16 Hört er nicht auf dich, so nimm noch einen oder zwei zu dir, damit jede Sache durch zweier oder dreier Zeugen Mund bestätigt werde. 17 Hört er auf die nicht, so sage es der Gemeinde. Hört er auch auf die Gemeinde nicht, so sei er für dich wie ein Heide und Zöllner. 18 Wahrlich, ich sage euch: Alles, was ihr auf Erden binden werdet, soll auch im Himmel gebunden sein, und alles, was ihr auf Erden lösen werdet, soll auch im Himmel gelöst sein. 19 Wahrlich, ich sage euch auch: Wenn zwei unter euch einig werden auf Erden, worum sie bitten wollen, so soll es ihnen widerfahren von meinem Vater im Himmel. 20 Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen.

Gedanken

Nicht nur die Kirche ist der Ort um Gott zu begegnen. Jesus ist mitten unter uns, wenn wir in seinem Namen zusammen sind. Doch was bedeutet "in seinem Namen"? Betrachtet man den Text im Kontext, dann geht es hier um den Umgang in der Gemeinde. Es geht darum, wie wir uns im Falle von Streitigkeiten verhalten sollen. Unser Handeln soll hierbei in Jesu Sinne sein. Zunächst sollen wir den anderen erst persönlich ansprechen, dann wenige um Hilfe bitten, dann die „Gemeinde/Gemeinschaft“ um Hilfe bitten. Jesus gibt uns also Regeln zur behutsamen Konfliktlösung. Er macht uns Mut Missstände anzusprechen, ermahnt uns aber, dies in seinem Namen/in seinem Sinne zu tun! Wir sollten uns also immer zuerst die Frage stellen: Was würde Jesus tun? Vielleicht kennst du die Armbänder mit dem Aufdruck W.W.J.D - What Would Jesus Do. Sie sollen einen im Alltag an diese Maxime erinnern.

[Nr. 6] Marta und Maria

Lukas 10,38-42

38 Auf ihrem Weg nach Jerusalem kamen Jesus und die Jünger auch in ein Dorf, in dem eine Frau mit Namen Marta sie in ihr Haus einlud. 39 Ihre Schwester Maria saß Jesus zu Füßen und hörte ihm aufmerksam zu. 40 Marta dagegen mühte sich mit der Bewirtung der Gäste. Sie kam zu Jesus und sagte: »Herr, ist es nicht ungerecht, dass meine Schwester hier sitzt, während ich die ganze Arbeit tue? Sag ihr, sie soll kommen und mir helfen.« 41 Doch der Herr sagte zu ihr: »Meine liebe Marta, du sorgst dich um so viele Kleinigkeiten! 42 Im Grunde ist doch nur eines wirklich wichtig. Maria hat erkannt, was das ist - und ich werde es ihr nicht nehmen.«

Gedanken

Die beiden Schwestern werden oft gegeneinander ausgespielt, das ruhige und besinnliche Hören gegen das rastlose Sorgen um die alltäglichen Dinge des Lebens. Aber eigentlich geht es vielmehr um die richtige Haltung in der Nachfolge Jesu, dass der äußeren auch die innere Aufnahme der Botschaft Jesu entsprechen soll.

Jesus sagt: Maria hat das gute Teil gewählt, nicht das Bessere.

Was ist aber das gute Teil? Vielleicht heißt es mich selbst nicht zu verlieren, die inneren Quellen immer wieder neu zu entdecken, daraus Kraft für mein Tun zu schöpfen und immer wieder zu erkennen, was wichtig ist. Und das wird einmal das Handeln, das schöpferische Tun, ein anderes Mal das Zuhören oder Träumen sein. Das sind keine Gegensätze. Beides ist wichtig.

Auch in der Gemeinschaft untereinander, haben unterschiedliche Menschen unterschiedliche Bedürfnisse und Arten miteinander umzugehen. Alles hat seine Berechtigung, aber nicht zu jedem Zeitpunkt ist alles gut.

[Nr. 7] Das Gleichnis vom großen Fest

Lukas 14,(7-14) + 15-24

7 Als Jesus sah, dass alle, die zum Essen gekommen waren, sich einen Platz am oberen Ende des Tischs aussuchten, sagte er zu ihnen: 8 »Wenn du zu einem Hochzeitsfest eingeladen bist, strebe nicht nach dem besten Platz. Denn was ist, wenn jemand eingeladen wurde, der angesehener ist als du? 9 Der Gastgeber wird sagen: `Lass diesen Mann hier Platz nehmen.´ Und dann musst du beschämt aufstehen und zum letzten Platz gehen, der übrig geblieben ist! 10 Setz dich stattdessen zunächst ans untere Tischende. Wenn dein Gastgeber dich dann sieht, wird er kommen und sagen: `Freund, wir haben aber einen besseren Platz für dich!´ So wirst du vor allen anderen Gästen geehrt werden. 11 Denn die Stolzen werden gedemütigt, die Demütigen aber geehrt werden.« 12 Dann wandte er sich an seinen Gastgeber: »Wenn du mittags oder abends Gäste zum Essen einlädst, dann lade nicht deine Freunde, Brüder, Verwandten oder reichen Nachbarn ein. Denn sie werden es dir vergelten, indem sie dich ebenfalls einladen. 13 Lade vielmehr die Armen, die Krüppel, die Gelähmten und die Blinden ein. 14 Bei der Auferstehung der Gottesfürchtigen bist du glücklich dran, denn Gott wird dich belohnen, weil du Menschen eingeladen hast, die es dir nicht vergelten konnten.«

15 Als ein Mann, der mit Jesus am Tisch saß, das hörte, rief er aus: »Glücklich sind die dran, die am Festessen im Reich Gottes teilnehmen!« 16 Jesus antwortete ihm mit folgendem Gleichnis: »Ein Mann bereitete ein großes Fest vor und verschickte viele Einladungen. 17 Als alles vorbereitet war, sandte er seinen Diener aus, der den Gästen sagen sollte, dass es Zeit war, zum Fest zu kommen. 18 Aber sie fingen alle an, Entschuldigungen vorzubringen. Einer sagte, er habe gerade ein Feld gekauft und wolle es nun begutachten; er bat, ihn deshalb zu entschuldigen. 19 Ein anderer erklärte, dass er gerade fünf Paar Ochsen gekauft habe und sie prüfen wolle. 20 Wieder ein anderer hatte gerade geheiratet und meinte, er könne deshalb nicht kommen. 21 Der Diener kam zurück und berichtete seinem Herrn, was sie gesagt hatten. Da wurde der Herr zornig und sagte: `Geh hinaus auf die Straßen und Wege der Stadt und lade die Armen, die Krüppel, die Lahmen und die Blinden ein.´ 22 Der Diener tat, was ihm aufgetragen worden war, und berichtete dann: `Wir haben noch Platz für weitere Gäste.´ 23 Da sagte sein Herr: `Geh hinaus auf die Landstraßen und hinter die Hecken und dränge darauf, dass alle kommen, damit mein Haus voll wird. 24 Denn keiner von denen, die ich zuerst eingeladen habe, soll auch nur das Geringste von dem bekommen, was ich für sie vorbereitet hatte.´«

Gedanken

Der Mensch, der ein großes Gastmahl gibt, ist ein Bild für Gott. Die eingeladenen Personen stehen sinnbildlich für alle Menschen. Das Gastmahl ist ein Hinweis auf den Himmel.

Die Einladung Gottes lautet an alle Menschen, an seinen Sohn Jesus Christus zu glauben und durch ihn Vergebung der Sünden zu erlangen. Gott möchte, dass die Menschen ihr Leben an ihm ausrichten und nach ihrem Leben in den Himmel kommen und nicht ewig verloren gehen.

Doch die Menschen haben viele Ausreden, um der Einladung Gottes nicht zu folgen. Die einen sagen, es gibt keinen Gott, die anderen wollen mit Gott und seinen Geboten nichts zu tun haben. Wiederum andere Menschen sagen, dass sie keinen Gott und keine Vergebung ihre Sünden benötigen, da sie ja auch so ein anständiges und gerechtes Leben führen. Noch mal andere Menschen sagen, dass sie erst mal ihr Leben genießen möchten, nach Gott könne man auch später im Leben noch fragen.

Gerade solche Menschen denen es gut geht, die vielleicht viel Vermögen und eine gute Bildung haben oder ein gerechtes Leben führen, folgen nicht der Einladung Gottes. Sie sind beschäftigt mit vielen Dingen des Lebens und dem Streben nach Anerkennung und Selbstverwirklichung.

Jesus Christus streckt daher insbesondere seine Hand nach gefallenen Menschen aus, die nicht zu der Spitze einer Gesellschaft gehören. Dazu gehören arme, blinde kranke sowie verachtete Menschen, aber auch Menschen die in tiefe Sünde gefallen sind. Deswegen ist Jesus Christus in unserer Welt gekommen, um Menschen zu suchen die verloren sind.

Auch in unseren Orten gibt es Menschen, die durchs Raster fallen und nicht im Mittelpunkt unserer Gesellschaft stehen. Gleichzeitig gibt es Einrichtungen, die sich genau um diese Menschen kümmern (Diakonie, Asylkreis, …). Sowohl die Einrichtungen, als auch die Menschen, sind Teil unserer Gesellschaft, die wir nie vergessen dürfen und die wir viel mehr in den Mittelpunkt rücken sollten, anstatt uns wie so oft um uns selbst zu drehen.

Welche Feste feiern wir in unseren Gemeinden (Krautfest, Starenfest, Erntedankfest, Weihnachten, Ostern, Ostermarkt mit Marktessen, Hochzeiten, …)?

[Nr. 8] Jesus und Zachäus

Lukas 19,1-10

1 Jesus kam nach Jericho und ging durch die Stadt. 2 Dort lebte ein Mann namens Zachäus. Als einer der mächtigsten Steuereintreiber war er sehr reich. 3 Zachäus hatte versucht, einen Blick auf Jesus zu werfen, aber er war zu klein, um über die Menge hinwegschauen zu können. 4 Deshalb lief er voraus und kletterte auf einen Maulbeerfeigenbaum am Wegrand, um Jesus von dort aus vorübergehen zu sehen. 5 Als Jesus kam, blickte er zu Zachäus hinauf und rief ihn beim Namen: »Zachäus!«, sagte er, »komm schnell herunter! Denn ich muss heute Gast in deinem Haus sein.« 6 Zachäus kletterte, so schnell er konnte, hinunter und geleitete Jesus voller Aufregung und Freude in sein Haus. 7 Doch den Leuten in der Menge gefiel das nicht. »Bei einem berüchtigten Sünder kehrt er als Gast ein«, murrten sie. 8 Währenddessen stellte Zachäus sich vor den Herrn hin und sagte: »Herr, ich werde die Hälfte meines Reichtums den Armen geben, und wenn ich die Leute bei der Steuer betrogen habe, werde ich es ihnen vierfach erstatten!« 9 Jesus erwiderte: »Heute hat dieses Haus Rettung erfahren, denn auch dieser Mann ist Abrahams Sohn. 10 Der Menschensohn ist nämlich gekommen, um Verlorene zu suchen und zu retten.«

Gedanken

Jesus geht zu einem Außenseiter nach Hause, der Aufgrund seines Reichtums am Rande der Gesellschaft steht und geht vorurteilslos auf ihn zu. Schubladendenken/Vorurteile bauen Mauern in der Gesellschaft und grenzen aus. Schon auf Grund von Kleidung, Frisur, … verurteilen wir Menschen hier und heute, wenn wir auf der Straße jemandem begegnen

Wo können wir Vorurteile abbauen?

[Nr. 9] Jesus heilt einen Gelähmten

Markus 2: 1-12

1 Einige Tage später kam Jesus nach Kafarnaum zurück, und bald wusste jeder, dass er wieder zu Hause[1] war. 2 Die Menschen strömten so zahlreich zusammen, dass kein Platz mehr blieb, nicht einmal draußen vor der Tür. Jesus verkündete ihnen die Botschaft Gottes. 3 Da brachten vier Männer einen Gelähmten herbei, 4 aber sie kamen wegen der Menschenmenge nicht bis zu Jesus durch. Darum stiegen sie auf das flache Dach, gruben die Lehmdecke auf und beseitigten das Holzgeflecht, genau über der Stelle, wo Jesus war. Dann ließen sie den Gelähmten auf seiner Matte durch das Loch hinunter. 5 Als Jesus sah, wie groß ihr Vertrauen war, sagte er zu dem Gelähmten: »Mein Kind, deine Schuld ist vergeben!« 6 Da saßen aber einige Gesetzeslehrer, die dachten bei sich: 7 »Was nimmt der sich heraus! Das ist eine Gotteslästerung! Nur Gott kann den Menschen ihre Schuld vergeben, sonst niemand!« 8 Jesus erkannte sofort, dass sie das dachten, und fragte sie: »Was macht ihr euch da für Gedanken? 9 Was ist leichter – diesem Gelähmten zu sagen: ›Deine Schuld ist dir vergeben‹, oder: ›Steh auf, nimm deine Matte und geh umher‹? 10 Aber ihr sollt sehen, dass der Menschensohn die Vollmacht hat, hier auf der Erde Schuld zu vergeben!«[2] Und er sagte zu dem Gelähmten: 11 »Ich befehle dir: Steh auf, nimm deine Matte und geh nach Hause!« 12 Der Mann stand auf, nahm seine Matte und ging vor aller Augen weg. Da waren sie alle außer sich; sie priesen Gott und sagten: »So etwas haben wir noch nie erlebt!«

Gedanken

Jesus stellt den Einzelnen und sein Ich nicht in den Mittelpunkt, aber er wendet sich dem Einzelnen persönlich zu und holt ihn in seinen "Dunstkreis", in die Beziehung mit sich hinein – und in der Folge in die zwischenmenschliche Gemeinschaft zurück.

Jesus macht den Menschen nicht groß und gibt ihm Bedeutung (wie in mancher Verkündigung zu hören ist), sondern er nimmt ihn in die Beziehung hinein und geht wertschätzend mit ihm um, als das was er eigentlich ist – ein Geschöpf Gottes, von diesem wertgeschätzt und geliebt.

Wir sollten dies als Vorbild nehmen und andere in unsere Gemeinde/Dorfgemeinde aufnehmen und zwar vorbehaltslos.

Wir sollten jedem Respektvoll begegnen und ein Gespür für die Bedürfnisse des anderen entwickeln auch wenn sie sich im „Verborgenen“ aufhalten.

[Nr. 10] Die 10 Gebote

2. Mose 20

1 Dann gab Gott dem Volk seine Gebote. Er sagte:[1] 2 »Ich bin der Herr, dein Gott! Ich habe dich aus Ägypten herausgeführt, ich habe dich aus der Sklaverei befreit. 3 Du sollst keine anderen Götter neben mir haben. 4 Du sollst dir kein Gottesbild anfertigen. Mach dir überhaupt kein Abbild von irgendetwas im Himmel, auf der Erde oder im Meer. 5 Wirf dich nicht vor fremden Göttern nieder und diene ihnen nicht. Denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein leidenschaftlich liebender Gott und erwarte auch von dir ungeteilte Liebe.[2] Wenn sich jemand von mir abwendet, dann ziehe ich dafür noch seine Nachkommen zur Rechenschaft bis in die dritte und vierte Generation. 6 Wenn mich aber jemand liebt und meine Gebote befolgt, dann erweise ich auch noch seinen Nachkommen Liebe und Treue, und das über Tausende von Generationen hin. 7 Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen; denn der Herr wird jeden bestrafen, der das tut. 8 Halte den Ruhetag in Ehren, den siebten Tag der Woche! Er ist ein heiliger Tag, der dem Herrn gehört. 9 Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Tätigkeiten verrichten; 10 aber der siebte Tag ist der Ruhetag[3] des Herrn, deines Gottes. An diesem Tag sollst du nicht arbeiten, auch nicht dein Sohn oder deine Tochter, dein Sklave oder deine Sklavin, dein Vieh oder der Fremde, der bei dir lebt. 11 Denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel, Erde und Meer mit allem, was lebt, geschaffen. Am siebten Tag aber ruhte er. Deshalb hat er den siebten Tag der Woche gesegnet und zu einem heiligen Tag erklärt, der ihm gehört. 12 Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren. Dann wirst du lange in dem Land leben, das dir der Herr, dein Gott, gibt. 13 Du sollst nicht morden. 14 Du sollst nicht die Ehe brechen. 15 Du sollst nicht stehlen.[4] 16 Du sollst nichts Unwahres über deinen Mitmenschen sagen.[5] 17 Du sollst nicht versuchen, etwas an dich zu bringen, das deinem Mitmenschen gehört,[6] weder seine Frau noch seinen Sklaven oder seine Sklavin, sein Rind oder seinen Esel noch irgendetwas anderes, das ihm gehört.«

Gedanken

Die 10 Gebote sind die biblischen Regeln das Zusammenlebens im Alten Testament, die noch bis heute Bestand haben. Für Juden und Christen sind die Zehn Gebote die Grundlage ihres Glaubens. Die ersten drei Gebote regeln das Verhältnis der Menschen zu Gott. Die sieben restlichen Gebote ordnen die Beziehungen der Menschen untereinander.

Welche Regeln haben wir in für unser Zusammenleben, In der Welt, in Europa, in Deutschland, in unserer Gemeinde und in unseren Familien? Wer gibt im Dorf die Regeln vor. Wer überprüft und setzt die Regeln um?

Was haben diese Regeln mit den 10 Geboten gemeinsam, was unterscheidet sie?

[Nr. 11] Salomonisches Urteil

2.Könige 3 16-28

16 Eines Tages kamen zwei Prostituierte zum König und trugen ihm einen Rechtsstreit vor. 17 »Mein Herr und König«, sagte die eine, »diese Frau und ich wohnen zusammen im selben Haus. Sie war dabei, als ich einen Sohn gebar. 18 Zwei Tage danach gebar sie selbst einen Sohn. Nur wir beide waren zu dieser Zeit im Haus; sonst war niemand da. 19 Eines Nachts wälzte sie sich im Schlaf auf ihr Kind und erdrückte es, sodass es starb. 20 Da stand sie mitten in der Nacht auf und nahm mir mein Kind weg, während ich schlief. Dafür legte sie ihr totes Kind neben mich. 21 Als ich am Morgen erwachte und mein Kind stillen wollte, fand ich es tot. Doch als ich es genau ansah, merkte ich, dass es gar nicht das meine war.« 22 »Das ist nicht wahr!«, rief die andere. »Mein Kind ist das lebende und deins das tote!« »Nein«, rief die erste, »das tote ist deins, das lebende meins!« So stritten sie sich vor dem König. 23 Da sagte König Salomo: »Die eine behauptet: ›Mein Kind ist das lebende, deins das tote!‹, die andere: ›Nein, das tote ist deins, das lebende meins!‹« 24 Und er befahl seinen Leuten: »Bringt mir ein Schwert!« Sie brachten es ihm. 25 Er befahl weiter: »Zerschneidet das lebende Kind in zwei Teile und gebt die eine Hälfte der einen, die andere Hälfte der andern!« 26 Da rief die Frau, der das lebende Kind gehörte – denn die Mutterliebe regte sich mächtig in ihr: »Ach, mein Herr und König! Gebt es der andern, aber lasst es leben!« Die andere aber sagte: »Weder dir noch mir soll es gehören! Zerschneidet es nur!« 27 Darauf entschied der König: »Gebt das Kind der ersten, tötet es nicht! Sie ist die Mutter.« 28 Überall in Israel erfuhr man von diesem Urteil des Königs und alle schauten in Ehrfurcht zu ihm auf. Sie sahen, dass Gott ihm Weisheit geschenkt hatte, sodass er gerechte Entscheidungen fällen konnte.

Gedanken

- Wer einen Menschen wirklich liebt, möchte dass es ihm gut geht.

- Ein kluger Weg, sich ein Urteil zu bilden. Denn diese Art, der Wahrheit zum Recht zu verhelfen, fordert eine Entscheidung der Klägerinnen heraus, nimmt sie in die Verantwortung. Ein salomonisches Urteil ist kein Kompromiss, bei dem jede soviel Recht bekommt, wie es gerade noch verträglich ist. Sondern diejenige bekommt Recht, die sich entscheidet, um des Lebens willen darauf zu verzichten. Dadurch kommt die Wahrheit ans Licht.

- Diese Erzählung macht deutlich: Frieden, Wohlergehen, Gerechtigkeit haben etwas mit Verzicht zu tun. Kann das auch heute noch gelten? Ich meine schon: Frieden und Gerechtigkeit haben damit zu tun, dass Menschen Prioritäten setzen, die das Leben und die Rechte des jeweils Anderen achten. Dass sie auf Ansprüche und ihnen Zustehendes verzichten, dass sie bereit sind, etwas herzugeben, wenn es dem Leben und dem Frieden für alle dient. Gut, wenn es Leute in verantwortlichen Positionen gibt, die so klug und weise sind, das zu erkennen.

Wer spricht heute Recht? Was für Gerichtsformen haben wir heute? Welche Arten der Beweisführung wird heute angewendet?